Lehre
 

Wie lehrt man Design?

Design ist weniger ein durch Vorlesungen vermittelbarer Wissensschatz als eine durch Methoden unterstützte intuitive Vorgehensweise für die Synthese eines neuen Ganzen aus einer rational kaum erfassbaren Vielfalt von Variablen (Technik, Gesellschaft, Kultur, Ökologie, Psychologie, Biologie, u.v.a.m.).

Dem entsprechend besteht die Lehre des Design zum kleineren Teil aus der Vermittlung von Wissen und Methoden, zum größeren Teil aus praktischen Übungen und Projekten, anhand derer die Studenten eigene Erkenntnisse sammeln, Strategien entwickeln sowie ihre Fähigkeiten erproben und erweitern.

Der Kern des Studiums besteht aus Semesterprojekten, von denen jedes eine variable Teilmenge der in der aktuellen und künftigen Realität stattfindenden Designarbeit modellhaft behandelt.

Im Gegensatz zum an den außereuropäischen Universitäten streng strukturierten Designstudium darf man ein Designstudium hier zu Lande eher als strukturiertes Experimentierfeld sehen, für das die Lehrenden die jeweils relevanten Rahmenbedingungen schaffen und die Studierenden so bei ihrer Arbeit begleiten, dass deren Fähigkeiten, Fertigkeiten und Einsichten durch die aktiv erarbeiteten Erkenntnisse wachsen.

Praktische und konzeptionelle Projekte wechseln einander ab; die Absolventen sollen sowohl in der unmittelbaren beruflichen Praxis bestehen können als auch das Potenzial für eine visionäre Zukunftsgestaltung in Industrie und Gesellschaft mitbringen.

Durch enge Industriekontakte und intensiv geförderte interkulturelle Erfahrungen sollen unsere Absolventen eine gute Chance für einen erfolgreichen Start in die eigene Existenz erhalten, wie facettenreich und unvorhersehbar diese auch für jeden sein mag.

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